ungewönliche Behauptungen verlangen ungewöhnliche Beweise
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Religion


Das Monstrum Kirche


Alle Macht neigt zur Korruption; absolute Macht korrumpiert absolut.

Lord Acton schrieb diesen Satz in einem Brief an Bischof Mandell Creighton im Jahre 1887.


Politiker und vor allem Geistliche fordern immer wieder sogenannte Killerspiele zu verbieten.Sie würden unsere Jugend verderben und verrohen. Wir kennen die ganzen Scheinargumente schon lange. Als Fernsehen oder Videorecorder in deutsche Wohnzimmer gelangten, wurden die selben Forderungen gestellt. Ich sage Euch, nicht das Fernsehen oder Videospiele sind das Problem, sondern die vermaledeite Religion ist es.


Ich fordere: Verbietet die Bibel, denn sie ist menschenverachtend und verabscheuungswürdig.
Die Bibel ist eine Gefahr für jeden Menschen




Schöner Morden mit der Bibel

HOSEA 14,1
Schlitze schwangeren Frauen die Bäuche auf und zerschmettere kleine Kinder.
1Samaria wird wüst werden; denn es ist seinem Gott ungehorsam. Sie sollen durchs Schwert fallen und ihre kleinen Kinder zerschmettert und ihre Schwangeren aufgeschlitzt werden.

2. KÖNIGE 28-29
Koche deinen Sohn und esse ihn auf.
28Und der König sprach zu ihr: Was ist dir? Diese Frau sprach zu mir: Gib deinen Sohn her, daß wir ihn heute essen; morgen wollen wir meinen Sohn essen:
29So haben wir meinen Sohn gekocht und gegessen. Und ich sprach zu ihr am nächsten Tage: Gib deinen Sohn her und laß uns ihn essen! Aber sie hat ihren Sohn versteckt.

RICHTER 19
Stelle deine Frau notgeilen Männern zur Verfügung und lasse sie zu Tode vergewaltigen.
25(...)Da faßte der Mann seine Nebenfrau und brachte sie zu ihnen hinaus. Die machten sich über sie her und trieben ihren Mutwillen mit ihr die ganze Nacht bis an den Morgen.

RICHTER 4,21
Nimm einen Zeltpflock und treibe diesen einem ahnungslos Schlafenden mit einem Hammer durch die Schläfe.
21Da nahm Jael, die Frau Hebers, einen Pflock von dem Zelt und einen Hammer in ihre Hand und ging leise zu ihm hinein und schlug ihm den Pflock durch seine Schläfe, daß er in die Erde drang. Er aber war ermattet in einen tiefen Schlaf gesunken. So starb er.
22Als aber Barak Sisera nachjagte, ging ihm Jael entgegen und sprach zu ihm: Komm her! Ich will dir den Mann zeigen, den du suchst. Und als er zu ihr hereinkam, lag Sisera tot da, und der Pflock steckte in seiner Schläfe.

1. SAMUEL 18,27
Erschlage 200 Männer und schneide ihnen anschließend die Vorhäute ab.
27Und die Zeit war noch nicht um, da machte sich David auf und zog mit seinen Männern und erschlug unter den Philistern zweihundert Mann. Und David brachte ihre Vorhäute dem König in voller Zahl, um des Königs Schwiegersohn zu werden. Da gab ihm Saul seine Tochter Michal zur Frau.2. SAMUEL 12,31
Verbrenne Gefangene lebendigen Leibes in Ziegelöfen.
31Aber das Volk drinnen führte er heraus und legte sie unter eiserne Sägen und Zacken und eiserne Keile und verbrannte sie in Ziegelöfen. So tat er allen Städten der Kinder Ammon. Da kehrte David und alles Volk wieder gen Jerusalem.

2. KÖNIGE 9,33
Stürze eine Frau aus dem Fenster, laß ihren Leichnam von Pferden zertrampeln und verfüttere die Überreste an die Hunde.
33Er sprach: Stürzt sie hinab! Und sie stürzten Isebel hinab, so daß die Wand und die Rosse mit ihrem Blut besprengt wurden; und sie wurde zertreten(...)
35Als sie aber hingingen, um sie zu begraben, fanden sie nichts von ihr als den Schädel und ihre Hände.
36Und sie kamen zurück und sagten's Jehu an. Er aber sprach: Das ist's, was der HERR geredet hat durch seinen Knecht Elia, den Tischiter, als er sprach: Auf dem Acker von Jesreel sollen die Hunde das Fleisch Isebels fressen,
37und der Leichnam Isebels soll wie Mist auf dem Felde im Gefilde von Jesreel, daß man nicht sagen könne: Das ist Isebel.

Gott, ein Massenmörder?

Massenmörder, der: a) jmd., der mehrere Morde begangen hat;  b) jmd., der sich an einem Massenmord beteiligt hat. Unter Massenmord versteht man den Mord an einer großen Anzahl von Menschen durch einen Staat, eine Gruppe oder eine Einzelperson. Der Massenmord ist zu unterscheiden vom Serienmord, bei dem eine Mehrzahl von einzelnen Personen, oftmals mit ähnlichen Eigenschaften, in Zeitabständen ermordet werden. Im Gegensatz zum Völkermord erfolgt beim Massenmord die Auswahl der Opfer nicht in erster Linie nach einer ethnischen Gruppe oder einer Volkszugehörigkeit; Massenmord ist kein völkerrechtlicher Begriff. Ebenso wie beim Völkermord wird dieser Begriff oftmals von Interessengruppen mit dem Ziel benutzt, in der Öffentlichkeit eine Betroffenheit hervorzurufen und sie für ihr Anliegen zu sensibilisieren.

Das amerikanische Bureau of Justice Statistics definiert einen Massenmord als den Mord an mindestens vier Personen am selben Ort zur selben Zeit. Neben Amokläufern fallen auch Menschen mit psychischen Störungen als Täter auf.


HESEKIL 9,4-11
Im historischen Israel keimte der erste zarte Sproß eines heute wichtigen gesellschaftlichen Wertes - die Religionsfreiheit. Dieser Trend erboste jedoch das Ego eines selbstsüchtigen Gottes, welcher prompt reagierte und ein himmlisches Rollkommando zur Zerstörung Israels entsandte. Jerusalem bildete den Anfang.
4Und sprach zu ihm: Geh durch die Stadt Jerusalem und zeichne mit einem Zeichen an der Stirn die Leute, die da seufzen und jammern über alle Greuel, die darin geschehen.
5Zu den anderen Männern aber sprach er, so daß ich es hörte: Geht ihm nach durch die Stadt und schlagt drein; eure Augen sollen ohne Mitleid blicken und keinen verschonen.
6Erschlagt Alte, Jünglinge, Jungfrauen, Kinder und Frauen, schlagt alle tot; aber die das Zeichen an sich haben, von denen sollt ihr keinen anrühren. Fangt aber an bei meinem Heiligtum! Und sie fingen an bei den Ältesten, die vor dem Tempel waren.
7Und er sprach zu ihnen: Macht den Tempel unrein, füllt die Vorhöfe mit Erschlagenen; dann geht hinaus! Und sie gingen hinaus und erschlugen die Leute in der Stadt.

1. MOSE 6, 17
Gott bestraft seine gesamte Schöpfung für das Vergehen der Menschen, darunter auch das Tierreich, unschuldige Kinder und ungeborene Babys, die noch keine Schuld auf sich laden konnten.
17Denn siehe, ich will eine Sintflut kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin Odem des Lebens ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen.
1. MOSE 7, 4
4Denn von heute an in sieben Tagen will ich regnen lassen auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte und vertilgen von dem Erdboden alles Lebendige, das ich gemacht habe.
1. MOSE 7, 21ff
21Da ging alles Fleisch unter, das sich auf Erden regte, an Vögeln, an Vieh, an wildem Getier und an allem, was da wimmelte auf Erden und alle Menschen.
22Alles, was Odem des Lebens hatte auf dem Trockenen, das starb.
23So wurde vertilgt alles, was auf dem Erdboden war, vom Menschen an bis hin zum Vieh und zum Gewürm und zu den Vögeln unter dem Himmel; das wurde alles von der Erde vertilgt.

2. MOSE 11, 4
Um den Auszug der Israeliten aus Ägypten zu erzwingen, kündigt Gott eine weitere Plage an: Alle Erstgeburten in Ägypten sollen sterben; kein Haus, vom höchsten bis zum niedersten, soll verschont werden.
4Und Mose sprach: So spricht der HERR: Um Mitternacht will ich durch Ägyptenland gehen,
5 und alle Erstgeburt in Ägyptenland soll sterben, vom ersten Sohn des Pharao an, der auf seinem Thron sitzt, bis zum ersten Sohn der Magd, die hinter ihrer Mühle hockt, und alle Erstgeburt unter dem Vieh.
6Und es wird ein großes Geschrei sein in ganz Ägyptenland, wie nie zuvor gewesen ist noch werden wird;
7 aber gegen ganz Israel soll nicht ein Hund mucken, weder gegen Mensch noch Vieh, auf daß ihr erkennt, daß der HERR einen Unterschied macht zwischen Ägypten und Israel.

2. MOSE 12, 29ff
Und es blieb nicht nur bei der Ankündigung...
29Und zur Mitternacht schlug der HERR alle Erstgeburt in Ägyptenland vom ersten Sohn des Pharao an, der auf seinem Thron saß, bis zum ersten Sohn des Gefangenen im Gefängnis und alle Erstgeburt des Viehs.
30Da stand der Pharao auf in derselben Nacht und alle seine Großen und alle Ägypter und es ward ein großes Geschrei in Ägypten; denn es war kein Haus, in dem nicht ein Toter war.

1. SAMUEL 15
Gott befiehlt dem in Ungnade gefallenen König Saul als Gehorsamsprobe einen Wüstenstamm auf grausamster Weise zu vernichten.
3So zieh nun hin und schlag Amalek und vollstrecke den Bann an ihm und an allem, was er hat; verschone sie nicht, sondern töte Mann und Frau, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel.


Von Atheisten und anderen klugen Menschen

Atheisten sind unmoralische Menschen und deswegen kann man ihren Argumenten nicht trauen
Argumenten muss man nicht trauen, man muss sie nur nachvollziehen können. Ansonsten ist Ihr Argument ad hominem (= gegen die Person gerichtet) und damit ein Fehlschluss. Und das Christen die besseren Menschen sind ist auch ein Märchen.

Du wirst als Atheist in der Hölle schmoren
Das ist kein Argument, sondern eine Drohung. Und Drohungen müssen, damit sie wirksam sind, glaubwürdig sein. Ihre Drohung aber ist das nicht. Nur schwache oder schlechte Argumente muss man mit Drohungen verstärken - aber man kann damit auch nur schwache Persönlichkeiten "überzeugen" (= indoktrinieren). Sind Sie eine so schwache Persönlichkeit, dass Sie sich als Kind davon haben indoktrinieren lassen? Und was ist, wenn der Islam recht hat? Dann werden Sie auch dort in der Hölle schmoren! Es gibt ziemlich viele Möglichkeiten, wieso das auch Ihnen passieren kann. Viel in der christlichen Religion stützt sich auf Angst - aber Angst ist manchmal ein schlechter Ratgeber. Wenn eine Religion es nötig hat, Angst zu erzeugen, dann muss die Argumentationslage sehr, sehr schlecht sein.

Ein Universum ohne Gott wäre unvorstellbar!
Wenn ich mir das Universum nicht ohne kleine, grüne Männchen nicht vorstellen kann - heißt das, dass die kleinen grünen Männchen wirklich existieren? Dieses Argument beweist nichts, außer einem mangelnden Vorstellungsvermögens des so Argumentierenden.

Ohne Gott hat das Leben keinen Sinn
Sinn ist etwas, was wir Menschen produzieren (herstellen), um es dann einem Gott unterzuschieben. Damit erhält unser Sinn sozusagen eine "höhere Weihe" - in der Einbildung. Denn auch dieser Sinn kommt aus uns selbst. Wenn Gott existierte, wäre er eine Letztbegründung, damit für uns unverständlich, d. h. "er würde keinen Sinn machen". Wo also soll der Sinn herkommen?
Sinn ist eine menschliche Konstruktion, etwas, was wir in die Welt hineininterpretieren. Da viele Menschen gerne so etwas wie einen "objektiven Sinn" hätten, der sich auf subjektiver Interpretation beruht, projizieren sie diese Sinnstiftung auf Gott und verschleiern damit, dass Gott der Welt genau den Sinn gegeben haben soll, den sie gerne selber hätten, der daher ihrer eigenen Interpretation entspricht.
Wenn Sinn etwas ist, was nur quasi "von außen" gegeben werden kann, dann hat die Existenz Gottes selbst keinen Sinn. Woher sollte dann der Sinn kommen, den er selbst uns gibt? Dadurch, dass wir selbst Gott einen Sinn geben - und schon bewegen wir uns im Kreis, wir geben Gott einen Sinn, den dieser uns "zurückgibt". Damit ist Gottes Sinn nichts weiter als unser eigener Sinn ... den Umweg über Gott hätte man sich also auch sparen können.

Alle Menschen sind schuldig geboren worden, und nur der Glauben kann sie erlösen
Schuld wird dem Menschen eingeredet, und dann bietet man ihnen Erlösung an. Das ist ungefähr so redlich wie ein Doktor, der die Leute mit einer Krankheit infiziert, um ihnen dann Medikamente zu verkaufen oder ein bestimmtes Wohlverhalten einzufordern. Davon leben die Kirchen - "Das einzig sichere an der Erlösung ist der Erlös daraus", wie Deschner sagte.

Du kannst den Glauben nicht widerlegen
Das ist ein sehr merkwürdiges Argument - eigentlich kann man es nicht einmal ein Argument nennen. Ich kann auch nicht widerlegen, dass rosa Einhörner existieren - dann dazu müsste man das ganze Universum absuchen, und zwar nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in der Vergangenheit und in der Zukunft. Daher ist es praktisch unmöglich, die Existenz von rosa Einhörnern zu widerlegen. Bedeutet dies, dass rosa Einhörner existieren? Statt "rosa Einhörner" kann man nahezu alles einsetzen. Das gilt dann auch für Zeus, den Göttervater, für Zyklopen und jede andere mythologische Gestalt, sogar für jedes nur vorstellbare Wesen. Wenn man also mit diesem Argument jeden Mythos verteidigen kann, dann ist jeder Mythos "wahr". Dann haben alle Religionen recht - das Christentum, der Islam, der Hinduismus, der Schintoismus, der Buddhismus und tausende anderer, die alle einen exklusiven Anspruch haben, d. h. glauben, sie alleine seien "wahr". Das sind sie dann auch, und zwar alle gleichzeitig, so sehr sie sich auch widersprechen.
Das Argument, etwas sei wahr, weil es nicht widerlegbar ist, ist ein Universalargument. Wenn wir zulassen, dass es zur Verteidigung irgendeiner Glaubensrichtung eingesetzt wird, dann ermuntern wir damit jede Art von Faschisten, Terroristen und Stalinisten, für ihre jeweilige "Wahrheit" zu kämpfen, denn wir hätten keine Gegenargumente. Und Sie können auch nicht widerlegen, dass Sie mir 1.000.000 Euro schulden - ich sende Ihnen meine Kontonummer zu, damit Sie Ihre Schuld begleichen können. Universalargumente, die alles "beweisen" können, beweisen zugleich überhaupt nichts.
Damit überhaupt Menschen zusammen leben können, ist es notwendig, die Beweislastregel zu beachten. Wer immer eine Behauptung aufstellt, muss sie belegen. Wenn ich also sage, Sie schulden mir 1.000.000 Euro, dann muss ich dazu einen Beleg bringen. Nicht Sie müssen "beweisen", dass ich Unrecht habe, sondern ich muss belegen, dass ich recht habe. Wenn Sie behaupten, dass Gott existiert, dann müssen Sie dafür auch Belege bringen. Ich muss nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Und wenn ich Ihnen keine Belege für die Existenz von rosa Einhörnern bieten kann, dann dürfen Sie darüber lachen und dies als einen Mythos bezeichnen (was Sie sicher auch tun werden).

Gottes Wege sind unerforschlich
Dieses Argument markiert in christlichem Denken den "Notausstieg". Immer, wenn man mit seinen Argumenten am Ende ist, die Widersprüche offensichtlich werden und die Lage verzweifelt ist, dann kommt der Spruch "Gottes Wege sind unerforschlich". Auch dies ist ein Versuch, sich gegen Kritik abzuschirmen. Nehmen wir einmal die Frage nach dem Heilsplan. Dort wird behauptet, wenn man die Christen damit konfrontiert, dass sich die skizzierten Widersprüche "irgendwie" von Gott auflösen lassen (man vertraut darauf - blind - es wäre nur dann nicht blind, wenn man sehen könnte, wie sich die Widersprüche auflösen lassen). Wenn Gott für uns so unerforschlich und überhaupt nicht oder teilweise nicht durch unser Denken nachvollziehbar ist, dann muss unsere Erkenntnis über ihn schlicht falsch sein. Und "teilweise nicht nachvollziehbar" ist dasselbe wie "überhaupt nicht nachvollziehbar", weil wir nicht einmal wissen, welche Teile denn nun nachvollziehbar sind und welche nicht (d. h. wir wissen nicht, wo wir uns irren müssen - es könnte überall sein). Über so einen Gott kann man alles und nichts glauben (was auch tatsächlich der Fall ist). So ein Gott ist eine beliebige Knetmasse, die man genau in die Lücken und Widersprüche des eigenen Weltbilds einpassen kann.
Wenn Gott hingegen wirklich mit uns kommunizieren wollte, so wüsste er um diese unsere Probleme, und er müsste sich darauf einstellen - nicht wir! Wir können von unserer Seite nämlich nichts dazu tun. D. h. Gott selbst (und nicht wir!) müsste alles tun, um Missverständnisse zu vermeiden - und von so einem Bemühen ist, wenn man die vielen christlichen Kirchen, Sekten, Splittergruppen und Gemeinden (von anderen Religionen ganz zu schweigen) so betrachtet, überhaupt nichts zu bemerken. Genau genommen ist dies ein starkes Argument gegen die Existenz Gottes!

Die Bibel ist wahr wegen der vielen richtigen Prophezeiungen
Das ist leider ein Trugschluss. Dafür enthält die Bibel aber auch ?jede Menge an falschen Prophezeiungen. Beispiel: Jesus prophezeite das Kommen des "Reichs Gottes" noch zu Lebzeiten seiner Gefolgsleute  [3]. Die falschen Prophezeiungen werden meist völlig ignoriert. Man lässt nur das Positive gelten - dies nennt man "selektive Wahrnehmung".
Das Märchen, dass nur Gläubige die Bibel "richtig" lesen könnten, kommt daher, dass sehr selektiv-unkritisch gelesen wird, d. h. man liest stets so, dass die eigene Meinung bestätigt wird (wie immer die gerade auch aussieht). Wenn man der Ansicht ist, dass der Gott der Bibel ein Gott der Liebe ist, dann wird man die Stellen, an denen Schwangere aufgeschlitzt werden auf Geheiß Gottes eben einfach überlesen oder windelweich interpretieren - oder gar das Töten von Menschen als gute Tat preisen. Das ist weder ehrlich noch intellektuell redlich.
Das "Ausblenden" von Dingen, die der eigenen Meinung widersprechen oder das Uminterpretieren von Bibelstellen, bis sie in das eigene Weltbild passen und das selektive, unkritische Lesen sind das Merkmal eines indoktrinierten Verstands. Zeit, die eigenen Denkvoraussetzungen kritisch zu prüfen. Denn ein indoktrinierter Mensch ist eine unfreie Marionette, an deren Fäden ein anderer zieht. Das nennt man Manipulation.
Diese Indoktrination pflanzt zwei falsche Annahmen in den Verstand ein - 1. es gibt eine irrtumsfreie Position und 2. ich habe sie in der Bibel. Von diesen Annahmen aus betrachtet kann man nicht recht haben und wird daher alles, was einen Irrtum aufzeigen könnte, seinerseits für einen Irrtum halten und daher ablehnen! Das aber ist eine echte Denkfalle. Es ist genau umgekehrt: Nur durch das Erkennen von Irrtümern gewinnen wir an Erkenntnis dazu, können wir keine Irrtümer mehr finden, stagniert unsere Erkenntnis, wir hören auf zu wachsen.

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